14. Februar 2026
Mannifix, Gabalier und Heimatliebe
Erfolgreicher Bütt- und Tanzabend 2026 in Laer
Das war ein echter Karnevalsknüller: In der ausverkauften Turnhalle feierten 460 Laerer Närrinnen und Narren eine rauschende Karnevalsparty mit einem Programm, dass keine Wünsche offen ließ. Wer bei diesem Bütt- und Tanzabend dabei war, hat daran keine Zweifel mehr: Er wird niemals mehr von einer „karnevalistischen Diaspora des Münsterlandes“ sprechen. Die Hauptstadt des Karnevals war am Samstagabend die Gemeinde Laer.
Das war ein echter Karnevalsknüller: In der ausverkauften Turnhalle feierten 460 Laerer Närrinnen und Narren eine rauschende Karnevalsparty mit einem Programm, dass keine Wünsche offen ließ. Wer bei diesem Bütt- und Tanzabend dabei war, hat daran keine Zweifel mehr: Er wird niemals mehr von einer „karnevalistischen Diaspora des Münsterlandes“ sprechen. Die Hauptstadt des Karnevals war am Samstagabend die Gemeinde Laer.
Der Kartenvorverkauf ist ein Selbstläufer. Schon nach kurzer Zeit war die „Bude“ voll. Das Karnevalsteam um Andreas „Assi“ Strotmann und Markus Dillmann mit ihren Offizierscorps und vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer haben wieder viel Arbeit in die Vorbereitung und Durchführung investiert und können ein karnevalistisches Fazit ziehen: „Die Laerer haben Bock auf Feiern!“
Schon beim Einzug der Sitzungspräsidentin Svenja Schröder, dem Elferrat „Kindercamps & Friends“ und den Mundschenks Tim Uhle und Christian Fischen erhoben sich die Anwesenden von den Stühlen. „Im Sommer mussten wir noch das Motto ändern, nachdem Hobbyforscher in Laer einen Römerschatz entdeckt hatten. Heute feiern wir unter dem Motto „Mannifix und der Römerschatz – Die spinnen die Laerer“.
Eine Augenweide waren wieder einmal die Tanzgarden an diesem Abend. Ob es die Tanz- oder Funkengarde waren, sie zeichneten sich durch exakte Beinwürfe, Spagate, Radschläge und Sprünge aus. Die Tänze waren geprägt von hoher Synchronität und Geradlinigkeit. „Wir haben Bock zum Tanzen und sind immer gut gelaunt“, ist das Motto dieser Mädels.
Bürgermeister Manfred Kluthe, eine närrische Mehrzweckwaffe: „Salvete, oh Laer et Pontifex, ja ich bin der Mannifix. Lari triumphati, sag ich zu meinem Präfekt, hab keinen Bock mehr aufs Kämpfen, trink lieber einen Sekt. Möchte auch mal gerne schwofen und nicht mehr kauern hintern Ofen. So sprach dann mein Gebieter, ja dann sing mal halt mit die ollen Lieder!“ Dann stimmte er das Lied „Bella, bella Laerpoli“ an und alle sangen mit: „Mein Heimatglück geht von der Borg bis rüber zur Flooth, lauf bis Holt-hau-sen und ich fühl mich wieder so gut. Hab dich gefunden, Laer – meine Heimat, jetzt bleib ich hier und mein Herz gehört Dir!“
„Ihr gehört schon zum festen Eigentum des Laerer Karnevals und ich bin stolz darauf, dass ich diese Gruppe seit 26 Jahren trainieren darf“, kündigte die Trainerin Svenja Schröder die „Fanatic Steps“ an. Mit einem perfekt eingeübten Tanz fegten sie über die Bühne und erhielten dafür tosenden Applaus. Ohne eine Zugabe wurde niemand von der Bühne entlassen.
An alle - an die vorne auf der Bühne, wie an die vielen Helfer im Hintergrund – verteilte die Sitzungspräsidentin ihre närrischen Orden.
Besonders geehrt wurden Kerstin Löffeld und Wigbert Hüwe geehrt. Viele Jahre fungierte Kerstin Löffeld als Karnevalspräsidentin, war für sdie Ausschmückung der Turnhalle zuständig und war das Bindeglied zwischen den auftretenden Gruppen und dem Karnevalskomitee. Wigbert Hüwe war 18 Jahre lang der Chef der Wagenbauer und begeisterte auch in der Bütt.
Als nach der Pause die Teenys des TuS Laer 08 ihren Showtanz unter dem Motto „Mamma Mia“ und der Musik „American Party“ auf die Bühne zauberten eroberten sie die Herzen der Närrinnen und Narren und eine Zugabe war selbstverständlich. Seit einem Jahr wird diese Gruppe von Marlene Zellerhoff und Lieselotte Niehues trainiert.
Ein Höhepunkt folgte dem anderen. Als Ralf „Eppi“ Ebbing, ein Unterhalter der Extraklasse, auf die Bühne kam und mit seinen Liedern „Laer, ich liebe Dich“, „Karneval in unseren Herzen“ und weiteren karnevalistischen Highlights eroberte er die Herzen der Jecken und alle standen auf den Stühlen und sangen begeistert mit.
Bei der Kostümprämierung belegte Birgit Kratzke den ersten Platz für das beste Kostüm des Abends und die Karnevalsgruppe um das Königspaar Nicole und Arndt Wessels erhielten den ersten Preis, eine Kutschwagenfahrt, für ihre gelungene, meisterliche Kostümierung.
Bei der Spitzen-Tanzgruppe des Münsterlandes, den „Entruper Buben“, die seit über 20 Jahren fester Bestandteil im närrischen Programm des Laerer Karnevals sind, hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Auch sie durften ohne eine Zugabe die Bühne nicht verlassen. „Ihr seid die geilste Nummer in diesem Universum!“ verabschiedete die Sitzungspräsidentin die Jungs bis zum nächsten Jahr.
Der Höhepunkt des Abends: Das Andreas Gabalier Double DENNIS begeisterte das Publikum mit entsprechenden Outfits und Accessoires und einer verblüffenden Ähnlichkeit in Stimme und Aussehen zum österreichischen Kultstar. Die Nähe zum Publikum und sein musikalisches Talent versetzte die Närrinnen und Narren in totale Partystimmung.
Endpunkt des Programms war gleichzeitig der Auftakt für die Karnevalsparty in Teil II des Abends: die Partyband Pö-A-Pö holte die Närrinnen und Narren mit Hits aus der Karnevalskiste auf die Tanzfläche und es wurde noch bis in den frühen Morgen weiter gefeiert.
Quelle: Westfälische Nachrichten // Heinrich Lindenbaum











